Transaktionsanalyse trifft Organisationsentwicklung - mit Carolin Stüdemann
Shownotes
Carolin Stüdemann ist geschäftsführende Vorständin bei Viva con Aqua - einer Organisation, die für sauberes Trinkwasser weltweit kämpft. Was weniger bekannt ist: Carolin ist auch ausgebildete TA-Beraterin. Transaktiosanalyse als Führungsinstrument – klingt erstmal akademisch, entpuppt sich im Gespräch aber als ziemlich persönliches Thema.
In dieser Folge erzählt Carolin, was sie dazu bewogen hat, diese Ausbildung zu machen, welche Entwicklungsschritte sie seitdem selbst durchlaufen hat und wie dieses Wachstum auch die Organisation Viva con Aqua verändert hat. Denn wenn eine Führungsperson beginnt, sich selbst anders zu verstehen, bleibt das selten ohne Wirkung auf das Team und die Strukturen drumherum.
Ein ehrliches Gespräch über Selbstreflexion, Führungsverantwortung und den Mut, Entwicklung nicht nur zu fördern, sondern selbst vorzuleben.
Du möchtest die Transaktionsanalyse unmittelbar in der Praxis kennenlernen? Hier findest du Kurse in deiner Umgebung: https://dgta.de/ta-basierte-weiterbildung/?art=2
Du möchtest dich über die Transaktionsanalyse informieren? Hier findest du die Webseite der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse: https://dgta.de/
Transkript anzeigen
00:00:03: Dann habe ich mich auch dazu entschieden, die Ausbildung zu machen wie ein Berater für, ich glaube, drei Jahre.
00:00:08: Und da war ich schon in der Geschäftsführung tätig und konnte dann halt konkrete Themen aus meinem beruflichen Kontext jetzt, die aus der Geschäftshürung bei VivoconAqua immer wieder mit rein tragen.
00:00:18: Das waren so extrem notwendige Entwicklungsschritte auch für uns für die Organisationen.
00:00:23: Wo ich aber mit dem TA-Wissen trotzdem betriebswirtschaftliche Konzepte eingeführt hab rein sachlichen analytischen Perspektiven, sondern aus einer beziehungsorientierten Perspektive die eher TA geprägt war.
00:00:38: Wir sitzen heute mit Karolin Stüdemann zusammen.
00:00:41: Sie ist Geschäftsführerin von Viva Con Aquare de Sankt Pauli, Botschafterin der Freude – dazu sagst du vielleicht später noch mal was -, Leadership-Expertin und auch TA-Beraterin!
00:00:52: Aber sag mal, Karo, ist es eigentlich ein Zufall dass dein Hobby auch etwas mit Wasser zu tun hat?
00:00:57: Ich weiß auch nicht so genau.
00:00:58: Ein bisschen fühlt es sich an wie ein Zufall und irgendwie zieht sich das Wasser wie ein blauer Faden durch mein Leben, kann man schon sagen.
00:01:04: Irgendwie als Kind und Jugendliche war ich immer total viel im Meer ... An den Seen auf Flüssen im Kanu unterwegs.
00:01:11: Und jetzt bin ich seit acht Jahren Kitesurferin ganz passioniert.
00:01:15: Wann immer es geht, bin ich auf der Ostsee tatsächlich sogar auch im Winter.
00:01:18: Dann ziehe ich meinen dicken Neopren-Anzug an und dann geht's raus aufs Wasser.
00:01:23: Und dick eingepackt ist es gar nicht so kalt?
00:01:26: Sieht nur von außen immer kalt aus.
00:01:28: Und wie hoch bist du schon gesprungen?
00:01:29: Sechs Meter.
00:01:32: Wow!
00:01:32: Das ist hoch, ne?
00:01:34: Es fühlt sich schon sehr hoch an.
00:01:35: Also ich glaube so für Höhe muss es auch nicht sein.
00:01:37: Was sollte man denn außer den sechs Metern noch über dich wissen?
00:01:40: Ja also ich bin sehr engagiert für meine Mitmenschen würde ich sagen.
00:01:45: Ich bin schon seit ich in meiner Schule Schülersprecherin war und da auch engagiert war für meine Mitschülerinnen und Mitschüter hat das mich irgendwie immer schon beschäftigt, wie kann ich mich auch einbringen für mein Umfeld?
00:01:57: In einerseits für meine Mitmenschen aber auch für die Umwelt.
00:02:01: Damals wollte ich unbedingt umweltschützerin werden und habe damals so Regenwald-Schutzprojekte unterstützt und hab irgendwie immer Felder gesucht, mich selber zu engagieren und mich einzubringen.
00:02:10: Und ja dann ist mit dem Studium losgegangen, da habe ich Sozialmanagement studiert und mich viel mit der Frage beschäftigt Wie können eigentlich klassische Unternehmen sozialer werden, mehr dem Gemeinwohl folgen und auf der anderen Seite aber auch was könne aber auch soziale gemeinwohl orientierte Unternehmen von der freien Wirtschaft lernen.
00:02:29: Sei es an Methodiken, auch so gewissen Konzepten aber auch Themen wie Effizienz oder Verschlankung von Organisationen und Prozessen.
00:02:37: Und mich hat immer diese Schnittmenge total fasziniert und ich dachte eigentlich immer ein, ich brauch das Unternehmen die genau in dieser Mitte verortet sind, die auf der einen Seite nach sozialem Prinzipchen handeln und trotzdem aber natürlich organisationell superaufgestellt sind damit sie auch erfolgreich sein können.
00:02:53: Das hat mich viel umgetrieben und dann mich da noch in meiner beruflichen Laufbahn bis heute begleitet.
00:02:58: Also so bist du auch beim Überkommen aktuell gelandet quasi?
00:03:01: Genau, nach so verschiedenen Wegen.
00:03:03: Ich war ein bisschen im Ausland aktiv, durfte teilweise in Kanada zum Beispiel arbeiten in der stationellen Jugendhilfe, war eine Zeit lang in Ghana und war aber auch eine Zeit lange in China.
00:03:14: Hab da bei der Deutschen Messe mitgewirkt und konnte verschiedene berufliche Stationen und Erfahrungen sammeln.
00:03:21: nach meinem Studium hatte... Zeitlang sogar überlegt, ob ich vielleicht sogar promoviere und eher eine wissenschaftliche Karriere einschlage.
00:03:28: Ich habe dann aber irgendwie festgestellt das passt gar nicht so sehr zu mir oder zu dem wie ich arbeiten möchte und bin dann erst als Leitung einer stationellen Jugendhilfeeinrichtung angefangen.
00:03:38: Sehr früh in Führung mit Adderweich-Vierundzwanzig.
00:03:41: Ich habe das übernommen für drei Jahre und bin dann aber in einer Unternehmensberatung in Hamburg gelandet, weil ich nach Hamburg gezogen bin.
00:03:48: Und da gerne mich auch noch mal weiter ausprobieren wollte.
00:03:52: Dann bin ich bei Vivakon-Aqua gelandete.
00:03:53: Also so ein paar Zwischenstationen waren doch davor.
00:03:55: Und seit dem Jahr zwei Tausend achtzehn bin ich jetzt hier in der Geschäftsführung.
00:03:58: Nr.
00:03:58: eingehend auf Vivakón Aqua, du hast ja gerade eben schon gesagt dass sich das so interessiert hat.
00:04:03: wirklich diese sehr wirtschaftliche Perspektive und auch die soziale Perspektiven.
00:04:07: wiefern Prägt dich das denn jetzt auch in deine Arbeit von Vivarcon Aqua?
00:04:11: Und wie weit konntest du auch, VivarCon Aqua dahingehend prägend.
00:04:14: Sehr spannende Frage!
00:04:16: Jetzt bin ich ja knapp sieben Jahre dabei und so eine Kernfrage die mich hier auf jeden Fall immer begleitet hat ist Wie können wir die Organisation insgesamt auch professionellisieren und zukunftsfähig aufstellen?
00:04:28: für alle die, die vielleicht jetzt gar nicht so genau wissen was Vivo Contact war alles macht.
00:04:32: Ich würde da nochmal einen kurzen Einblick geben.
00:04:34: also im Kern setzen wir Wasserprojekte weltweit um und unser Hauptgeschäftsfeld ist wirklich Spenden zu generieren.
00:04:40: Also wir sammeln Spenden, Privatpersonen unternehmen, die Lust haben Wasserprojektes weltweit zu unterstützen.
00:04:46: Die spenden an uns unterschiedliche Summen.
00:04:48: manche machen auch eine Fördermitgliedschaft und sind dauerhaft Mitglied bei uns und unterstützen die gemeinnützige Vereinsarbeit.
00:04:54: Wir sind in der Rechtsform ein Verein,
00:04:55: d.h.,
00:04:56: wir haben auch Mitglieder, die auch inhaltlich mitwirken können und setzen dann Projekte z.B.
00:05:00: in Tansania oder Südafrika in Kenia um, wo Menschen eben kein Zurang zu sauberm Trinkwasser haben.
00:05:06: Das sind dann Brunnenbohrung, Quelleinfassung aber auch Toilettenbau gehört dazu.
00:05:11: Und das ist sozusagen unser Hauptfeld!
00:05:13: Und das bedeutet natürlich auf der einen Seite eine hohe Wirkungsorientierung.
00:05:19: Eine gute Kommunikation.
00:05:20: Wir müssen den Spenderinnen und Spendern natürlich genau vermitteln, was passiert mit eurer Spende?
00:05:24: Wir brauchen gute Jahresberichte am Ende eine hohe Transparenz.
00:05:27: Wir brauchen gutes Finanz-Controlling wir brauchen eine gute stabile IT oder Digitalisierungsstrategie Und da sieht man jetzt schon Was könnten das für Professionalisierungsschritte auch sein die jetzt auch so in den letzten Jahren auch von mir viel angestoßen wurden waren dann halt auch genauso fragen wie können wir zum Beispiel im online Bereich Attraktiver uns darstellen, so dass Menschen auch online an uns spenden.
00:05:49: Weil im Analogen sind wir sehr gut und sehr bekannt.
00:05:53: man kennt uns von Konzerten wo Menschen ihren Pfandbecher an uns spenten oder so von verschiedenen Veranstaltungen wo Menschen mit uns persönlich in Kontakt kommen und das Gefühl haben, oh, das ist eine tolle NGO.
00:06:03: Die machen tolle Arbeit!
00:06:04: Viele Menschen, die sich ehrenamtlich für uns engagieren – wir sind zwischenzeitlich eine große Gemeinschaft von wahrscheinlich achttausend-zehntausend Menschen deutschlandweit, die auch einen kleinen Ortsgruppen organisieren, in sogenannten Crews.
00:06:15: Das heißt, in diesem gesamten Analogen verbinden und auch sehr beziehungsorientierten sind wir schon sehr stark.
00:06:21: Und das aber dann auch in den digitalen Raum zu transferieren oder dann auch zu gucken wie lässt sich das auch gerade so ein dezentrales Netzwerk?
00:06:28: Wie lässt sich das eigentlich auch gut organisieren, strukturieren?
00:06:31: Wie gibt man Wissen weiter?
00:06:32: Wo finden Menschen?
00:06:34: Wie werden neue Menschen
00:06:35: on-gebordet?".
00:06:36: Und das waren alles dann so Kernprozesse mit denen ich mich viel beschäftigt habe und geschaut hab.
00:06:41: was braucht die Organisation um eigentlich langfristig zukunftsfähig zu sein.
00:06:45: Ist ja dann wirklich eine Herausforderung wenn ihr so weltweit unterwegs seid dass dann auch immer fotografisch filmlich wie auch immer aufbereitet dann den Spenderinnen oder potentiellen Spenderin und Spendern zur Verfügung zu stellen damit sie dann auch sagen ah okay So läuft das also ab, so sieht es aus wenn Brunnen gebohrt wird.
00:07:01: Ja total und international aktiv sein heißt auch für die Qualitätssicherung vor Ort verantwortlich zu sein.
00:07:07: Also wir müssen ja auch sicherstellen dass wir nicht nur in Brunne bohren sondern dass wir auch das Versprechen einhalten können.
00:07:13: dieser ist auch in drei Jahren noch aktiv Und die Gemeinschaft die da vor Ort lebt hat das Wissen.
00:07:18: wie kann sie den Brunnan reparieren?
00:07:19: was braucht es vielleicht Verausbildungsberufe vor Ort damit das in so ein langfristiges, eigenständiges System überführt wird und nicht eine Abhängigkeit zu uns als Organisation bestehen bleibt.
00:07:30: Deswegen sind das verschiedene Tätigkeitsfelder im Aussatzbereich wirklich auch diese konkrete Expertise rund um die Wasserprojekte aufzubauen und im Inlandsbereich eigentlich auch klassische unternehmerische Fertigkeiten.
00:07:43: wie kann man sozusagen immer unternehmerisch bleiben?
00:07:45: Auch innovativ bleiben?
00:07:47: Wie muss sich das Team weiterbilden und weiterentwickeln damit wir immer wieder auf die neuen Rahmenbedingungen eingehen können.
00:07:53: Ich finde es witzig, weil du das halt mit so viel Enthusiasmus erzählst, dass ich mir gar nicht vorstellen kann was du an der Uni gemacht hättest.
00:07:59: also nicht dass du nicht promovierend hättetest können aber das ist ja ein ganz anderes System.
00:08:04: Also Dinge wie Innovation oder... Das sind da ja nicht so die Themen Möchte man meinen, in schuldige Bitte auf alle Unis.
00:08:16: Ich hatte ein tolles Institut an der Uni Hildesheim und wurde sehr spannend begleitet.
00:08:20: Ich durfte zum Beispiel auch einen Forschungsaufenthalt für sechs Monate nach Jerusalem und habe mir da auch eine stationäre Jugendhilfe-Einrichtung angeschaut.
00:08:28: In der qualitativen Sozialforschung habe ich geschaut was sind eigentlich Faktoren die dazu führen?
00:08:33: dass Jugendliche, die in der stationellen Jugendhilfe aufwachsen.
00:08:36: Dass sie sich für eine Higher Education also Abitur oder Studium entscheiden und das erfolgreich abschließen.
00:08:43: Was sind so Resilienzfaktoren?
00:08:44: Und das fand ich tatsächlich wirklich interessant und spannend und durfte doch bei einer Publikation mitwirken.
00:08:51: Das war natürlich auch sehr nahe und hat mich auch innerlich sehr interessiert.
00:08:54: aber natürlich diese Schreibprozesse und dann wirklich das wissenschaftliche Arbeit habe ich jetzt kürzlich wieder gefühlt als ich mein Buch geschrieben hab Über die globale Wassersituation, das war natürlich auch wissenschaftlich und mit Schreibarbeit verbunden.
00:09:13: Und dieser Prozess ist immer sehr spannend finde ich.
00:09:16: bei hat unfassbar vieles wo ich viel neues gelernt habe.
00:09:19: zum Beispiel den Grundwasserschwund in Deutschland dass selbst in Deutschland wir zehn Milliarden Tonnen an Grundwasser verloren haben es für mich wirklich auch augenöffnend war.
00:09:28: Aber auch die Zusammenhänge international, zwei Komma-zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberm Trinkwasser.
00:09:34: Aber auch innovative Potenziale, die es gibt wie entweder Firmen oder zum Beispiel über Kühlwasserlösungen im Kühlwasservasser einzusparen und effizienter zu nutzen aber auch in der Landwirtschaft, über Tröpfchenbewässerung oder andere Wege Wasser viel sparsamer zu nutzen.
00:09:50: was ist da eigentlich für Potenzialen geben könnte?
00:09:52: Und das heißt so einen Schreibprozess ist finde ich auch immer dass ich persönlich ganz viel dabei lerne und auch so meine Neugier so total ausleben kann.
00:10:00: Aber dann irgendwann, wenn es in diese ganzen Feinheiten geht noch mal das Lektorat drüber liest und doch die ganzen Quellenangaben überprüft werden und das letzte Fazit nochmal dreimal umgeworfen wird, dann merk' ich, dann werde ich irgendwann ungeduldig und würde gerne
00:10:14: abgeben.".
00:10:16: Das Buch heißt ja Die Zukunft des Wassers.
00:10:18: Wollt man natürlich auch noch einmal darauf eingehen?
00:10:20: Jetzt hast du dich jetzt in deiner Profession der Organisationswelt schon ganz viel mit Wasser auseinandergesetzt.
00:10:27: Was war denn so wirklich das Eindrücklichste, als du in der Recherche warst, als ihr das Buch da geschrieben habt?
00:10:34: Was dir so hängen geblieben ist und gesagt hast, wow!
00:10:35: Das ist ja wirklich
00:10:37: total
00:10:37: krass.".
00:10:37: Ja, es sind mehrere eindrückliche Dinge.
00:10:40: ich glaube... Ich habe mich natürlich in meiner beruflichen Laufbahn jetzt auch mit Viva Con Aqua haben wir uns sehr viel damit beschäftigt.
00:10:46: was braucht es, dass Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten können?
00:10:51: Und was heißt, Wasser ist ein Menschenrecht?
00:10:53: Seit Jahrzehnts war es ja auch als Menschenrecht anerkannt.
00:10:56: Das bedeutet eigentlich dass die Staaten in der Verantwortlichkeit sind dieses Menschenrecht umzusetzen und mit diesen Fragen habe ich mich viel beschäftigt.
00:11:04: zum Beispiel zwanzig dreinzwanzig war eine sehr große UN World Water Conference in New York damals und das war für mich sehr augenöffnend weil tatsächlich zu dem Zeitpunkt, in dem Umfang gar keine Wasserkonferenz gab.
00:11:18: Zumindest siebenundvierzig Jahre nicht!
00:11:19: Also wirklich eine unfassbar lange Zeit und das war so der Anstoß dass ich gesagt habe ich möchte jetzt nochmal wirklich ein Buch darüber schreiben und mich noch mehr damit auseinandersetzen was bräuchte es denn eigentlich?
00:11:31: Und was gibt es schon für Hebel- und Lösungen?
00:11:33: weil er mich schon stutzig gemacht hat, obwohl Wasser ja eigentlich gar nicht an einer nationalen Grenze Halt macht.
00:11:39: Länderübergreifend ein Riesenthema ist auch unfassbar wichtig für generelle Friedenssicherung zum Beispiel, dass es noch nicht so ganzzeitig betrachtet wird und auf der einen Seite zu dieser Zeit noch keine globale Wasserstrategie gab.
00:11:51: Und wie mein Empfinden war in einer allgemeinen Bevölkerung sehr wenig Allgemeinwissen zu Wasser gab!
00:12:00: Als ich mich dann in meiner ganzen Recherchen begeben habe, ich hab das auch gemeinsam gemacht mit einem wissenschaftlichen Co-Autor.
00:12:05: Der hat mich auch noch mal mit sehr vielen Fakten und Daten unterstützt.
00:12:08: zum Glück, dass wir sonst neben meiner Geschäftsführungstätigkeit kaum machbar gewesen ist mir vor allem bewusst geworden, dass die Lösungen schon alle da sind und es sind besonders die naturnahen Lösungen teilweise die Lösungs, die seit Jahrtausenden von indigenen Völkern schon praktiziert werden oder auch umgesetzt wurden, um Wasser zu schützen.
00:12:29: Wasser im Boden zu halten über zum Beispiel Wiederaufforstung, Renaturierungsmaßnahmen oder auch gewisse Bepflanzungen die durchs Wurzelwerk dazu führen das Wasser direkt lokal auch zu halten.
00:12:41: und das fand ich irgendwie sehr inspirierend weil wir manchmal so technikgläubig sind und denken wir finden diese eine Innovation und sie wird das ganze Salzwasser entsalzen oder Sie wird das CO² aus der Luft rausziehen.
00:12:54: Und da noch mal zu festzustellen, die Natur hat eine sehr viele sehr intelligente Lösung und es ist ein komplexes System was total fein aufeinander abgestimmt ist.
00:13:03: Und so diese Graniosität zurückzunehmen dass wir Menschen alles verstehen und alles kontrollieren können hinzu wie können wir der Natur wieder den Meer den Raum geben damit sie ihre eigene Generation umsetzen kann?
00:13:17: Das war schon glaube ich so eine Kernerkenntnis Und es hat mich natürlich total inspiriert darin, wie wichtig mein Engagement oder auch unser Engagement für Wasser ist.
00:13:26: Weil ich festgestellt habe, wie viel mehr Menschen noch zukünftig unter Dürren leiden werden, wie stark durch die Temperaturerhitzungen in vielen Regionen der Welt der Zugang zu Wasser noch viel eingeschränkter sein wird – auch insgesamt Regionen von denen man jetzt ausgeht, dass sie kein Wasseproblem haben, die zukünftlich noch viel stärker unter Wasserstress geraten werden.
00:13:47: Ich habe in meinem Buch auch mit vielen Grafiken gearbeitet, um das noch mal so leichter verständlich zu machen.
00:13:52: Und da hab ich schon gemerkt ja eigentlich ist so das Engagement nicht nur sehr wichtig sondern auch sehr dringlich und meinerseits in der Allgemeinheit mehr Bewusstsein dafür zu schaffen aber auch wirklich konkret Dinge zu verändern also nicht nur theoretisch darüber zu berichten sondern dann auch proaktiv etwas umzusetzen.
00:14:09: und von daher gefällt mir diesen Aktivismus den Viva Con Aqua auch viel macht Gefällt mir so gut.
00:14:15: Ich war jetzt im März auf der Leipziger Buchmesse, konnte da das Buch vorstellen aber habe auch mit unfassbar vielen Menschen gesprochen und es sind sehr viele Menschen zu meinen Lesungen und zu meinen Vorstellungen gekommen Und da ging's eigentlich immer darum Menschen noch zu inspirieren oder zu ermutigen selbst tätig zu werden oder sich damit zu beschäftigen.
00:14:34: Das ist so auch der nächste Schritt sich sozusagen nicht nur zu informieren sondern dann abzuleiten.
00:14:38: Was heißt das konkret?
00:14:39: Auch für mein persönliches Engagement.
00:14:41: Wir wissen ja alle wie man was erspart.
00:14:44: Also die Paradebeispiel sind doch wahrscheinlich so was wie beim Duschen des Wasserabdrehen, beim Händewaschen auch.
00:14:49: Und eine wirklich beeindruckende Zahl, die wir lesen haben und die wahrscheinlich nicht nur uns abholt ist, siebentausend zweihundert Liter Wasser verbrauchen wir pro Tag pro Kopf und ein Kaffee verbraucht hundertzwanzig Liter Wasser.
00:15:05: Das war mir überhaupt nicht präsent!
00:15:07: Ja
00:15:08: also ich finde das mit dem Kaffeesodos holte ja wahrscheinlich noch mehr Leute ab als
00:15:11: mich.
00:15:11: Und das, was du gerade beschreibst – diese siebentausendzweihundert Liter.
00:15:14: Das Konzept heißt virtuelles Wasser.
00:15:16: und um das mal so ein bisschen bildhaft zu beschreiben für alle die grade zu hören, das könnt ihr euch eigentlich so vorstellen als würde man mit einem Flugzeug, Wasser konkret aus anderen Regionen wie Etopien, Indien transportieren, das gesamte Wasser importieren nach Deutschland weil diese siebentausendzweihundert Liter sind eigentlich das Wasser Verbraucht wird über die Produkte, die wir konsumieren.
00:15:37: Sei es Fleischkonsum, Milchkonsuum aber auch die Baumwolle und das ist so ein Durchschnittswert der errechnet wurde den wir in Deutschland pro Person täglich verbrauchen durch unseren Konsum.
00:15:47: Und dazu kommt aber noch diese direkten Liter, die du gerade beschrieben hast.
00:15:51: also drückt meine Dusche, das sind ungefähr hundertvierzig Liter... Also nicht nur die Dusche sondern eine dusche Haushalt und so genau!
00:15:57: Das gehört auch noch mit dazu und diese Literzahl macht in Deutschland ungefähr ein Viertel des Wasserkonsums aus.
00:16:06: Also man kann einmal direkt sparen im Haushalt, da hilft helfen zum Beispiel so diese Wasserspaaraufsätze oder einfach insgesamt Regenwasser aufzufangen Wasser mehrfach zu verwenden.
00:16:15: aber der noch viel größere Hebel ist tatsächlich dieses virtuelle Wasser die sieben tausend zweihundert Liter was durch unsere Produkte und unserem Konsum passiert.
00:16:24: Und da hattest du den Kaffee schon als gutes Beispiel genannt und da gibt es mehrere Beispiele Was sehr wasseraufwendig ist also kakao tatsächlich Aber auch die Nüsse sind aufwendig, Käse sind sehr aufwändig.
00:16:37: Kuhmilch ist aufwändig.
00:16:39: und da so kleine Tricks wie Stadt Kuhmilch Hafermilch zu verwenden, da könnte man auch schon.
00:16:44: wenn wir jetzt ein Glas Milch nehmen würde hat man auf einmal für die Hafermilche nur dreizehn Liter Wasser verbraucht während man bei der Kuhmelch glaube ich zweihundertfünfzig Liter Wasser brauchen würde für einen kleines Glas Milchs.
00:16:56: Richtig große Unterschiede!
00:16:57: Ist es auch mit einem Grund warum du vegan lebst oder hättest gar nichts damit zu tun?
00:17:02: Ich lebe nicht mehr ganz so strikt vegan.
00:17:04: So während meines Studiums habe ich mich viel damit beschäftigt, auch mit Veganer und vegetarischer Ernährung.
00:17:09: Und hab das sehr stark aus Nachhaltigkeitsgründen umgestellt, aus ökologischer Nachhaltigkeit.
00:17:14: Zwischenzeitlich bin ich etwas noch lockerer geworden in meinem Alltag und versuch da nicht zu strikt mitzusehen.
00:17:21: Auch generell wenn jetzt Freunde von mir im Restaurant was bestellen und ihr Steg nicht aufessen, dann esse ich sonst den Rest bevor es weggeworfen wird!
00:17:28: Also ich bin da so ein bisschen entspannter, flexibler geworden.
00:17:31: Aber versuch schon Menschen zu inspirieren insgesamt auch mal vegane Gerichte auszuprobieren weil es gerade wenn man da auch so eine orientalische indische Richtung geht kann man tolle Gerichte kochen die einfach völlig ohne tierische Produkte auskommen und dann dabei sehr viel virtuelles Wasser einsparen
00:17:48: wird.
00:17:48: der Trinklichkeit das hattest du eben
00:17:50: einmal
00:17:50: noch gesagt was war ist ja auch eines dieser Planetaren Grenzfaktoren sage ich jetzt mal, ganz blatt.
00:17:59: Vielleicht kannst du dazu nochmal was sagen?
00:18:01: Aber ich glaube, im Jahr ist es in den
00:18:05: Jahren die überschrittenen
00:18:07: Grenzen.
00:18:07: Sogar in dem
00:18:08: Jahr zwanzig zweiundzwanzig schon, also sogar noch ein Jahr früher.
00:18:11: Es gibt so in der Forschung neun Planetare Grenzen, die beschrieben werden.
00:18:17: Einer davon ist eben auch Wasser.
00:18:19: Da wird unterschiedlich zwischen blauem Wasser und grünem Wasser.
00:18:21: Und das grüne Wasser ist das was zum Beispiel Boden im Pflanzen ist.
00:18:23: Das blaue Wasser ist Oberflächenwasser.
00:18:26: Beide Bereiche sind seit Jahrzehnteinzwanzig überschritten weil wir viele Feuchtgebiete total entnest haben und die sind total trocken gelegt, obwohl eigentlich diese Feuchtgebiete total wichtig sind.
00:18:39: Wasser funktioniert ja auch als Kreislauf insgesamt.
00:18:42: Es wurde sehr viel auch Degradierung betrieben gerade wenn man sich den zum Beispiel die grüne Lunge anschaut in Amazonas Regenwald.
00:18:49: da wurde sehr viele Wald auch abgeholzt der nicht mehr funktional ist und das verändert das gesamte eigentliches Ökosystem insgesamt weil sich Regenverhalten verändert Feuchtigkeit nicht mehr so bestehen bleibt auch vor Ort, weil dann auch das Grundwasser insgesamt zurückgeht.
00:19:05: Das ist der eine Faktor und anderer Faktors tatsächlich auch die durch die Temperaturveränderung dass mehr Wasser verdunstet und auch mehr Gletscherwasser abschmilzt Und das fließt direkt ins Meer und es dann auch nicht mehr als süßes Wasser verfügbar.
00:19:19: Das alles berücksichtigt diese Planetarregrenze.
00:19:21: Und das war für mich auch auf jeden Fall ein Wahnsignal, als es das Jahr zwanzig zweiundzwanzig überschritten war.
00:19:26: ich erinnere mich sogar noch sehr genau wir saßen mit dem Team zusammen und haben zu der Zeit unsere Wasserprojekte Strategie uns angeguckt wo wollen wir wie Wasser Projekte umsetzen?
00:19:35: Da habe ich mich schon gefragt wenn alles so stark zusammenhängt und wir uns das auch sehr ganzheitlich und holistisch anschauen können wir sozusagen nicht nur Symptombekämpfung machen indem wir sagen hier vor Ort Wir wirken, dass jemand Zugang zu Wasser bekommen.
00:19:46: Sondern wir müssen eigentlich auch ganzheitlich verstehen was wirkt da darauf ein, dass dieser Mensch vielleicht den Wasserzugang wieder verliert durch die Temperaturerhitzung oder Grundwasserschwund?
00:19:56: Denn auch einen Faktor der darauf einwirkt und das ist ja auch noch mal ein Beisatz glaube ich sogar des Buchtitels Der Besitz von Wasser.
00:20:05: also Ich hatte jetzt darauf geguckt Ja okay es gibt vielleicht Mineralwasserkonzerne Die Wasserbesitzen in Anführungszeichen.
00:20:13: aber Generell, wenn jetzt die Elbe hier vorbei fließt, sage ich erstmal okay.
00:20:19: Wem gehört ihr jetzt gerade?
00:20:20: Und wer da?
00:20:22: ein bisschen ratlos... Also wer wird das Wasser...?
00:20:24: Das ist eine sehr spannende Frage!
00:20:25: Wem gehört das
00:20:26: Wasser?!
00:20:27: Ich habe da eigentlich ne ganz klare Haltung und bin mir ja ganz sicher dass das Wasser eigentlich immer der Gemeinschaft gehören sollte und demokratischen Prinzipien unterliegen muss und es nie von Profit abhängig sein darf.
00:20:39: Wer hat Zugang zu Wasser?
00:20:40: Ist das Wasser reingehalten?
00:20:42: Und wir sehen in Deutschland, es ist in vielen Regionen so dass eben Wasser wirklich von denen zum Beispiel von den Gemeinden verwaltet wird und dann zugänglich gemacht wird.
00:20:51: Mensch haben eine gewisse Wassergebühr natürlich um das überhaupt zu ermöglichen.
00:20:55: das System aber das ist oft sehr langfristig ausgerichtet.
00:20:58: Das heißt die kommunalen Versorger können auch plan auf die nächsten zwanzig Jahre und schauen wie entwickelt sich der Regenumfang?
00:21:06: Die Wassermassen müssen die Rohre irgendwie umfunktioniert werden?
00:21:10: kann man vielleicht in gewissen Bereichen eine Versiegelung verhindern, damit das Grundwasser wieder sich aufbauen kann und so.
00:21:16: Also sehr langfristig gedacht.
00:21:17: Es gibt aber auch viele Regionen.
00:21:19: in Chile ist es ganz stark, aber auch in vielen anderen Regionen tatsächlich sogar auch in Deutschland.
00:21:22: In manchen Städten wie in Stuttgart da ist Wasser privatisiert Und da zeigen sich eigentlich immer so gewisse Effekte dass viel kurzfristiger geplant wird weil natürlich Konzerne haben gewisse Quartalzeilen die sie erreichen wollen.
00:21:35: Die Wasserkosten für die Verbraucher steigen und die Qualität singt sogar häufig ab.
00:21:41: Und das hat natürlich dann zur Folge, dass eigentlich diese Kernidee Wasser als Menschenrecht – was wirklich der Gemeinschaft zugänglich ist – oft unterwandert wird.
00:21:50: Weil es auf einmal von Profitinteressen abhängt und da gibt's in verschiedenen Regionen, die ja auch im Buch beschreiben, auch riesige Konflikte, die dadurch entstehen und gerade ärmere Bevölkerung, die den Zugang zu Wasser immer wieder verlieren oder abgestellt werden oder wo die Wasserqualität.
00:22:06: massiv schlechter wird, dass die Menschen dann wieder von Tanklastern abhängig sind oder viel mehr Flaschen im Wasser kaufen müssen.
00:22:12: Obwohl eigentlich das Leitungswasser theoretisch dringbar sein könnte aber eben abgestellt wird.
00:22:17: und deswegen ist es eine sehr, sehr wichtige Frage und ich sehe schon auch international, dass sich auch große Konzerne Gewinnrechte einfach sicher mit Wasser spekulieren und diese Wasserrechte immer weiterverkaufen oder sich in großem Umfang Wasserreservoirs sichern, aber das auch sehr kurzfristig dann ausschöpfen.
00:22:37: Was dann in den Regionen dazu führt dass der Grundwasserspiegel sinkt und das landwirtschaftliche Betrieb in einer Umgebung Herausforderungen haben mit ihrer Pflanzenbewässerung.
00:22:46: aus meiner Sicht darf das nicht sein.
00:22:48: auf Wasser darf nie kostenfrei sein oder ein Ressourc oder ein Standortfaktor sondern muss eigentlich viel achtsamer geschützt werden.
00:22:56: Und das ist schon etwas wo ich glaube da es gut die Allgemeinheit noch mehr darüber zu informieren und auch dafür sensibel zu machen, damit wir uns einfach weiterhin dafür einsetzen dass Wasser immer in gemeinen Wohlhand bleibt.
00:23:08: Ja und umso erstaunlicher weil es wie du schon gesagt hast menschenrecht ist.
00:23:11: Schauen wir doch mal ein Stück auf eure Organisationen das ihr eben schonmal auch erwähnt.
00:23:18: Ihr habt sogenannte Cruise.
00:23:20: Das ist ja auch schon mal ganz interessant also dass ihr das Cruise nennt.
00:23:24: Die sind auch offiziell Teil des Vereins, also die dürfen auch Spenden für uns einnehmen und zahlen sie dann bei uns ein.
00:23:29: Und dürfen auch bei der Mitgliederversammlung mit abstimmen und die bestimmen wer der Aufsichtsrat ist.
00:23:34: und der Aufssichtsrat hat mich zum Vorstand bestimmt.
00:23:36: Das heißt das es schon einen hoher Einflussfaktor den die Crew oder die generellen die Mitgliedern und Ehrenamtlichen haben in der Vereinsgestaltung und zusätzlich ist aber auch ein richtiges Ökosystem um Viva Conacva um den Verein herum entstanden.
00:23:50: Also es gibt verschiedene Sozialunternehmen, wie zum Beispiel das Viva-Kanal von Mineralwasser.
00:23:56: Und an der Stelle muss ich den Disclaimer machen, dass Leitungswasser immer noch die ökologische Alternative ist.
00:24:01: aber wenn man soziale Projekte unterstützen will, dann ist das Vivo-Kanak bei Mineralwasser toll weil wir mit den Gewinneausschüttungen gemeinnützige Projekten finanzieren.
00:24:09: Bei uns ist auch so eine Regel, immer wenn es neue Unternehmen bei uns dazukommen, dass das Geschäftsmodell eigentlich immer so ist, dass es mehrheitlich gemeinnutzig ist aus der Gemeinnützlichkeit auch herausgeführt wird.
00:24:20: Und das ist auch noch mal was anderes, als wenn man jetzt sagt bei meinem Produkt hier Promüs die Riegel spende ich fünf Cent.
00:24:26: Das kann ich mir ja auch nochmal anders entscheiden oder es natürlich nicht so binden wie ein Geschäftsmodell, was komplett in den Gesellschafteranteilen mehrheitlich gemeinert sich ist.
00:24:36: Es gibt noch andere Vereine in Uganda und Südafrika, in der Schweiz und Österreich.
00:24:41: also es ist wirklich so ein dezentrales System geworden an verschiedenen eigenständigen Organisationen, die aber alle die gleiche Vision harten.
00:24:49: Ihr nennt euch ja auch gar nicht NGO, sondern ihr seid hier eine All-Profit-Organisation oder?
00:24:55: Ja weil unser Ziel ist das wirklich jeder Mensch der mit uns zusammenarbeitet eigentlich davon profitiert.
00:25:01: Einmal die Menschen die den Zugang zu Saupen und Trinkwasser erhalten aber auch die Menschen sich bei uns engagieren, die Unternehmen die Lust haben über eine Spende zu partizipieren und eben auch einen Beitrag zu leisten dass sie auch etwas für sich persönlich sozusagen dafür damit erhalten, wenn man so will.
00:25:16: Also zum Beispiel kann man als Unternehmen dann tolle Kommunikationen bekommen.
00:25:20: was wird direkt in den Projektgebieten bewirkt?
00:25:23: Als individuelle Person die regelmäßig spendet, werde ich vielleicht eingeladen wenn hier Veranstaltungen sind.
00:25:29: zu dem Thema Wasser wir haben einen kürzlichen Waterfestival organisiert.
00:25:33: da ging es gab viele Podiumsdiskussionen zum Thema Wasser eine Buchlesung aus meinem Wasserbuch und einfach auf wirklich schön schöne Musik und die Menschen waren einfach zusammen und hatten eine gute Zeit.
00:25:43: Und so etwas ist dann natürlich auch ein schöner Anreiz, in dieser Gemeinschaft selber aktiv zu sein.
00:25:50: In diesem Ökosystem sind ja verschiedene Organisationen am International die gemeinnützigen Vereine in anderen Ländern wie Uganda und Südafrika Aber eben auch das Mineralwasser sowie das soziale Gasthaus, was es hier gibt.
00:26:04: Die Villa Viva in Hamburg.
00:26:05: Wo ihr heute zu Gast sein dürfen?
00:26:07: Wo ihr zu Gast seid heute!
00:26:09: Wir können euch leider nicht einladen, das geht natürlich nicht aber wir freuen uns, dass ihr trotzdem da seid.
00:26:14: Diese Idee ist auch mehrheitlich gemeinnützig haben sich jetzt ja wahrscheinlich die Zuhörenden schon gemerkt bei uns der Grundsatz wenn wir so große Geschäftsmodelle umsetzen und einen Bau eines Hauses, eines Hotels ist natürlich sehr kostenaufwendig, dann können wir daraus nie eigene Mittel nehmen.
00:26:30: Also wie können keine Spenden dafür benutzen?
00:26:33: Ganz klar!
00:26:34: Die Spenden sollen für die Wasserprojekte sein.
00:26:36: Das heißt, wir brauchen bei solchen Projekten immer Investoren und Investorinnen, die uns das Eigenkapital geben um das umzusetzen.
00:26:43: Und trotzdem ist das Gesamtgeschäftsmodell zu sixty-seven Prozent gehört des Vivorcon Aqua und der Gemeinnützigkeit.
00:26:50: Das ist natürlich wirklich besonders so.
00:26:52: VivorCon Aqua gibt Null Euro und erhält siebenundsechzig Prozent der Anteile prägt natürlich auch massiv das Haus hier.
00:26:58: Alle Menschen, die hier reinkommen kommen mit Wasser in Verbindung, kommen mit Vivocon-Aqua in Verbindung und das ist wirklich so ein langfristiger Ort der jetzt hier zu zentral entsteht von Menschen übernachten, wo Menschen auf der Oben-, auf der Dachtterrasse den Sonnenuntergang zusammen genießen und aber immer wieder mit Wasser an Verbindung kommen.
00:27:16: Die ganz langfristige Vision ist dass dann Gewinner ausgeschützt werden können für gemeinnützige Projekte.
00:27:21: Aber so etwas ist natürlich etwas langfristiger, das dauert natürlich auch bis man da in die Gewinnzone kommt.
00:27:26: Aber Viva Con Agba hat an sich jetzt selbst keine Kosten dafür.
00:27:30: Wahnsinn!
00:27:30: Interessant es ja auch bei dem allem was du schreibst, die Events, die organisiert.
00:27:34: ihr seid auf den Konzerten können sicherlich auch viele Zuhörerinnen und Zuhörer, die die Spenden, die ja dort einsammelt in Form von den Pfandbechern... Da geht's immer darum Verbundenheit herzustellen oder Menschen zusammenzubringen auch hier in der Villa Viva Menschen zusammenzubringen, auch wie du schon gerade gesagt hast mit dem Thema Wasser im Berührung zu bringen.
00:27:53: Und wir haben vorher auch gehört dass ihr internen Sekundannahmen habt bei Viva Conaqua.
00:27:59: inwiefern so hört das da auf mit rein oder ist es nochmal komplett getrennt zu sehen?
00:28:04: Ja ich glaube das ist etwas was uns einfach unsere Kultur insgesamt prägt und mir war auch immer wichtig dass bei allen Professionalisierungsschritten und auch Weiterentwicklungen Zukunftsorientierung und Prozessverschlankung einfach um mal so ein paar Oberbegriffe zu nennen, das eigentlich gerade der Kern der Kultur immer bewahrt ist.
00:28:24: Und diese Grund- beziehungsorientierung die wir hier leben, die sich bei uns im Miteinander im Team zeigt genauso wie in den Engagementformaten, dass da es einfach einen Kern ist und eine kulturelle Grundannahme ist Verbindung, ist Beziehung ...gelebt und gestärkt wird, ist total essentielle auch für unsere Zusammenarbeit... ...und auch für die Wirksamkeit mit unserer Vision.
00:28:47: Wirksamkeit durch Freude?
00:28:49: Auch oder...?
00:28:50: Ja, Freude ist die zweite wichtige Säule!
00:28:54: Das ist natürlich auch etwas anderes als Spaß!
00:28:57: Spaß ist etwas vielleicht sehr oberflächliches, schnelllebiges.
00:29:00: Während Freude eigentlich irgendwie immer was viel fundierteres hat auch einen Sinnbezug hat, Freude vor allem in der Gemeinschaft entstehen kann oder in dem völligen Aufgehen dieser Tätigkeit sogenannten Flow-Erlebnissen und das zu fördern nicht nur um Engagement sondern auch im hauptamtlichen Team und auch dasselber zu leben finde ich irgendwie total wichtig.
00:29:22: Und bei euren Grundannahmen drin ist es auch so was angelesen haben, das Thema Potenzial.
00:29:28: Also diesen positiven Blick auf die Welt, also Ressourcen orientiert auch nach innen zu schauen, jeder auf sich, auf die Organisation aber eben auch in die Welt.
00:29:36: Vielleicht kannst du da nochmal drauf eingehen?
00:29:38: Ja dieser stärkenorientierte Blick hat eigentlich in der Vergangenheit bei uns auch immer dafür gesorgt dass Menschen würde ich sagen noch stärker in die Autonomie gegangen sind und viel proaktiver gestaltet haben Weil sie sozusagen nicht in einer Opferhaltung verhaart haben und das Gefühl hatten, die Rahmenbedingungen sind so schwierig.
00:29:56: Ich kann da eh nichts tun oder meine Chefin müsste mal oder hier müsste mal jemand was tun also diese klassische Opfer-Dynamik, die man manchmal so kennt oder so eine ausgedrückte Passivität sondern dass es eigentlich eher Eigenverantwortung fördert weil es auch so diese Eigenverordnung immer wieder in Erinnerung ruft Was ist trotzdem in deinem Gestaltungsspielraum machbar?
00:30:20: Und weil es auch dazu inspiriert, ein bisschen größer zu denken und Dinge nochmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
00:30:27: Da versuchen wir uns gegenseitig dazu zu inspirieren und das ist natürlich gerade in Phasen wo es die Zeit der mutiplen Krisen oder der verschiedenen Herausforderungen, wo es manchmal schnell geht nur die Schwierigkeiten im Außen zu sehen Die Krisen, die wir das Gefühl haben, da können wir eigentlich sogar gar nicht wirklich was bewegen.
00:30:47: Gerade wenn man uns so Klimaveränderungen anschaut.
00:30:49: Das wirkt manchmal sehr groß!
00:30:52: Und da dann sich aber trotzdem immer wieder auf die eigene Selbstwirksamkeit zu besinnen und auch zu schauen.
00:30:57: Trotzdem im Hier-und-Jetzt, heute und für die nächste Zeit was ist unser Gestaltungsspielraum?
00:31:01: Worauf wollen wir uns konzentrieren?
00:31:03: Was ist jetzt für uns wichtig?
00:31:04: Was sind unsere
00:31:05: Prioritäten?".
00:31:06: Das hat aus meiner Sicht total dazu beigetragen das Menschen eben diese Eigenverantwortung genommen haben und sehr autonom entschieden haben und sich auch getraut haben Entscheidungen zu treffen und eher zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.
00:31:19: Das
00:31:19: klingt auch TA, oder?
00:31:21: Genau.
00:31:21: Das ist der TA-Ohr hat gerade geschlackert bei mir.
00:31:24: Passivität haben wir schon gehört und wir haben eben ganz viel von Beziehung gehört.
00:31:29: Selbstwirksamkeit?
00:31:30: Selbstwirksomkeit.
00:31:31: Also alles!
00:31:32: Magst du mal darauf eingehen inwiefern die Transaktionsanalyse auch dazu beigetragen hat zu dem wo du heute bist was du heute machst und wie du auch fühlst.
00:31:42: Ja es hatte einen sehr starken Einfluss auch weil ich Der Freund ja beschrieben, dass ich schon mit Vierundzwanzig in einer Führungsrolle war.
00:31:48: Also sehr früh in der Führungverantwortung, während ich aber auch noch eigentlich im Selbstfindungsprozess war.
00:31:55: Mit Vier und zwanzig doch noch die Persönlichkeit dabei war sich zu festigen und ich viel auch biografische innere Arbeit nicht gemacht hatte.
00:32:04: Und mich dann eine Beratung begeben habe, einfach eine psychologische Beratungen um mich in dieser Führerung begleiten zu lassen und immer wieder den Raum zu haben, auch bestimmte Dinge für mich zu reflektieren, Intervisionen zu machen.
00:32:18: Und da bin ich eben bei einer TA-Lehrerin in dieser Beratung gewesen.
00:32:22: Die hat schon viel mit TA-Konzepten mit mir gearbeitet und mich auch schon in viele... einfach das mal verbunden an diese beziehungsorientierte Arbeit mit mir direkt aber auch einen Einblick in theoretische Modelle die das auch noch mal fundiert haben.
00:32:35: Das hat mich damals einerseits persönlich sehr gestärkt und mir auch viel an die Hand gegeben, aber auch mir so sehr viel Reflektionsraum nochmal gegeben.
00:32:45: Vieles in mir selber zu beobachten, auch mein eigenes Skript besser zu verstehen.
00:32:49: Zu erkennen wo bin ich eigentlich sehr stark in Projektion oder in meinen eigenen Antreibern?
00:32:54: Oder eben auch in der Graniosität weil ich denke als vierundzwanzigjährige schaffe ich alles.
00:33:00: Ich kann diese stationäre Jugendhilfe-Einrichtung leiten!
00:33:02: Ich kann mit jeder Krise umgehen und dann alle Konzepte schreiben.
00:33:07: Das kann natürlich auch viel kraftfrei setzen aber das führt auch schnell zu einem... Zu einer Überforderung, auch zu einer Überschätzung der eigenen Grenzen.
00:33:14: Auch zu einer... Ich bespreche jetzt einfach mal einen TA-Worten weil das verstehen ja alle Gewalt gegen mich selbst durch extrem hohen Leistungsbezug und da dann auch teilweise natürlich aus der Balance zugeraten und das immer wieder zu reflektieren und auch ein Gegenüber zu haben mit der ich das sehr gut besprechen konnte die mich da sehr begleitet hat.
00:33:35: Hat mich einfach neugierig gemacht damit noch mehr zu beschäftigen Auch dazu entschieden, die Ausbildung zu machen.
00:33:41: Erst mal die Rundausbildung den Berater für drei Jahre und konnte da dann auch schon ... Da war ich in der Geschäftsführung tätig, das war später, da war ich zwei Jahre schon eine Geschäfts-Hörung oder so.
00:33:55: Und konnte dann konkrete Themen aus meinem beruflichen Kontext jetzt immer wieder mit reintragen.
00:34:03: Ich hab dann halt auch für mich reflektiert gerade diese Opferretterdynamiken, dass ich auch in der Zeit als auch noch junge sehr ambitionierte Führungskraft auch schnell dazu geneigt habe.
00:34:16: Eher aus einer Retterhaltung zu agieren und eher das Gefühl zu haben ach wenn das Team das jetzt so nicht umsetzen kann dann muss ich wohl einmal hier den Vortrag machen oder die Ausarbeitung oder die Analyse nochmal mir anschauen und da stärker dann auch eher selbst reingegangen bin anstatt dazuzutrauen, den anderen ernst zu nehmen und die auch wirklich dann zu verordern und zu fördern in ihren Aufgabenbereichen.
00:34:41: Und diese Dinge zu reflektieren das war einerseits natürlich mit meiner TA-Lehrerin sehr hilfreich aber auch mit der Gruppe weil da waren noch viele andere Führungskräfte, andere Geschäftsführungen und wir haben dann schon festgestellt wir hatten auch ähnliche Themen denn wir haben damals auch reflektiert welche Organisationsstruktur macht Sinn welches Organigramm Wie definieren wir eigentlich auch Verantwortlichkeiten im Team?
00:35:03: Und das waren so extrem notwendige Entwicklungsschritte, für uns die Organisation.
00:35:08: Wo ich dann aber mit dem TA-Wissen trotzdem betriebswirtschaftliche Konzepte eingeführt habe.
00:35:14: Aber eben nicht aus einer reinsachlichen analytischen Perspektive sondern aus einer beziehungsorientierten Perspektiven, die eher TA geprägt war und hab dann zum Beispiel manche, die aus der Wirtschaft kommen Kennen bestimmt Racy, also Responsible, Accountable, Consulted informed.
00:35:31: Also Grundabkürzung?
00:35:33: Wer macht eigentlich was mit welchen Entscheidungsbefugnissen?
00:35:37: und das war bei uns davor einfach sehr unklar weil wir immer das Gefühl hatten haben wir entscheiden auch sonst alles gemeinsam Und wir sind eine große Gruppe und wir sind ja sehr visionsgetrieben und es ist total wichtig dass immer alle über allem mitreden und mitentscheiden dürfen.
00:35:50: Einladung
00:35:51: auch groß
00:35:52: genau und das Teilweise gar nicht realistisch, weil es doch Entscheidungen gab.
00:35:56: Die hat dann halt doch nur die Geschäftsführung getroffen und dann kam's zur Frustration oder sehr viel Unklarheit Spiele-Dynamiken!
00:36:03: Weil immer nicht so richtig klar war was ist eigentlich unser gemeinsamer Vertrag?
00:36:07: Wo darf ich wie viele Verantwortung übernehmen?
00:36:10: und die Klarheit fehlte.
00:36:11: und mir hat einfach dabei geholfen für mich persönlich viel klarer zu sein und auch diese Klarheiten mehr auszustrahlen.
00:36:17: Und jetzt merke ich dass diese klare Formulierung von auch Erwartungen... Was is zum Beispiel in deiner Position.
00:36:24: Dein genaues Entscheidungsspektrum, das auch eine Abstimmung zu haben oder auch Menschen bei uns die Führungsverantwortung haben zum Beispiel für gewisse Wertströme, die wir umsetzen da dann auch die Wertströmme natürlich zu analysieren.
00:36:37: wie ist der Return on Invest?
00:36:39: Was sind die Arbeitszeiten, die wieder reinstecken?
00:36:41: und was ist aber auch die Erwartungen an dich als Personen, die das führt?
00:36:45: Was wir monatlich zum Beispiel an Auswertungen brauchen war ich langsam am Anfang meiner Führungskarriere einfach häufig unsicherer.
00:36:53: Wie klar kann ich Erwartungen formulieren oder dann auch manchmal vielleicht irgendwie enttäuscht, weil die Erwartung nicht getroffen wurden anstatt viel klarer und offener zu kommunizieren?
00:37:03: Was braucht die Organisation damit sie gut aus sich weiterentwickeln können?
00:37:07: was bedeutet das für unseren gemeinsamen Vertrag?
00:37:09: Und jetzt wo ich auch über Vertragspreche was mir aufgefallen ist auch zum Beispiel unsere Meetingsstrukturen noch mal völlig überarbeitet, um auch bei Meetings eigentlich diese Grundkenntnisse aus der Vertragstheorie anzuwenden auf Meetings.
00:37:26: Dass einfach immer schon klar ist wenn ein Meeting eingestellt wird was das Ziel des Meetings?
00:37:31: Wer muss überhaupt dabei sein?
00:37:32: wie lange geht das?
00:37:33: Was muss ich vorbereiten?
00:37:35: und diese Dinge wirken erstmal banal Aber immer wenn das nicht vorliegt, dann ist das Meeting völlig unklar.
00:37:42: Geht es jetzt um Austausch?
00:37:43: Brainstorming oder kommen die Leute schon richtig vorbereitet?
00:37:47: und das hat bei mir der Vergangenheit zur Frustration geführt weil ich anders in das Meeting gekommen bin als vielleicht die Person, die das Meeting eingestellt hat und ich dachte
00:37:54: wo sind
00:37:54: die Ergebnisse?
00:37:55: Wo ist die Entscheidungsgrundlage geworden?
00:37:57: Gab's noch keinen Pre-Readen der mir von der Woche zugeschickt wurde?
00:38:00: Und die anderen waren so nüge, wollte ich nun eine gemeinsame Brainstoming machen Und da ist für so eine Klarheit zu sorgen, hat glaube ich der Organisation und auch mir persönlich total geholfen in der Weiterentwicklung.
00:38:13: Was wir auf jeden Fall jetzt schon haben ganz viel Potenzial für die Show-Notes.
00:38:16: Da kommt ganz viele rein!
00:38:18: Du hast schon sehr, sehr viele Konzepte auch erwähnt, die in dem Zusammenhang natürlich total wertvoll sind wie du ausgeführt hast.
00:38:24: also für alle, die jetzt gerade die Begriffe noch nicht so kennen oder gesagt haben, was ist das?
00:38:29: Das interessiert mich.
00:38:30: Packen wir auf den Fall alles in die Show Notes rein.
00:38:34: Wenn du jetzt auf die Entwicklungen hier auch in der Organisation schaust, was ist denn so das?
00:38:40: In den letzten Jahren, wo du draufschauest und sagst so manchmal, dass es wirklich so eine Entwicklung, die dich wahnsinnig auf Freude, was ihr hier geschaffen habt.
00:38:48: Ein paar habe ich gerade schon genannt aber ich glaube am meisten freut mich jetzt grade wirklich zu erleben wie stark Menschen dieser Autonomie und diese Eigenverantwortung sind.
00:38:59: Und das war immer so persönlich so mein ganz starker Antrieb, dass ich das... Also wie eine persönliche Vision oder was ist eigentlich meine eigene Purpose im Leben?
00:39:10: Dass ich dachte oh, wie schön wäre das wenn ich mit dem was ich eigentlich vereinen kann.
00:39:16: Nämlich einerseits sehr analytikstruktur sind so meine totalen Stärken aber ich komme aus einer starben Beziehungsorientierung diese beiden Welten zusammenzubringen.
00:39:26: und wie kann ich das eigentlich dafür nutzen dass Menschen sehr selbstbestimmt, sehr selbstwirksam sich eben einsetzen können für ein größeres gemeinsames.
00:39:35: Bei uns ist das Wasser für alle und das kann natürlich in jedem Kontext auch etwas anderes sein.
00:39:40: aber dazu zu verknüpfen meine eigenen Stärken einbringen zu können und auf das Gefühl zu haben ich bin in etwas wo ich wirklich auch das ausspielen kann und ausleben kann wo ich stärken mitbringe und kann da mit aber einen Beitrag leisten auch andere Menschen darin zu unterstützen stärker in diese Selbstwirksamkeit zu kommen, die auch gerade in der Führung natürlich als Führungspersonen finde ich hat man auch immer einfach eine große Verantwortung das auch so ernst zu nehmen und meine Mitmenschen da sehr ernst zunehmen.
00:40:07: Und die ja darin auch mitzubegleiten gerade wenn jetzt junge Menschen ins Team kommen dass sie auch wirklich richtig stark in so einer Autonomie aufblühen Und eigene Projekte hier umsetzen auch teilweise wirklich große Projekten.
00:40:21: Eigenverantwortlich in der Planung, in der Kuration und in der auch teilweise mit den ganzen kreativen Elementen die da drin sind.
00:40:27: wo ich dann ganz häufig so es total schön finde überrascht zu werden was man am Ende dabei rauskommt heißt das Water Festival von dem ich schon gesprochen habe aber auch viel an diesen Aktivierungsfestivals Events oder Begegnungsorten die auf einmal so liebevoll gestaltet sind So eine ganz besondere Atmosphäre herrscht, wo Menschen kommen.
00:40:48: Zusammenkommen sich gemeinsam engagieren.
00:40:50: und ja wenn man das so miterlebt, man spürt da sind Menschen, die da richtig mit Herz und Ziele dabei sind.
00:40:56: Du hast ja auch schon eine ganze Menge Führungserfahrung Und wir haben sicherlich auch den einen unter anderen oder die ein
00:41:02: u.a.,
00:41:02: die jetzt gerade zuhört, die gerade frisch und neue Entführungen kommt Oder wo das jetzt demnächst ansteht.
00:41:07: Gibt es denn zwei drei Dinge, wo du sagst, dass ist sowas, wo mal am Anfang vielleicht nochmal darüber nachdenken sollte oder was einfach hilft, auch diesen Staat sich selbst zum Glingen zu bringen.
00:41:20: Was mir unfassbar geholfen hat war wirklich regelmäßige persönliche Reflexion in Begleitung weil wir mit immer in diesem ganzen zwischenmenschlichen Konstellation doch sehr stark auf unsere eigene Muster wiederkommen und doch in Wiederholung sind von dem was wir schon ganz lange kennen, unseren Lieblingsgefühlen da viele in der Reproduktion sind und da hilft es einfach unfassbar, im besten glaube ich sogar einen professionellen Coaching oder aber auch vielleicht in der Peer Group an anderen Führungskräften sich immer wieder diesen Austausch zu suchen eine Spiegelung zu suchen auch gewisse Fälle einfach mal einbringen zu können konkrete Herausforderungen oder Situationen wo wir persönlich merken das sind wir an Grenzen gestoßen.
00:42:05: Oder da brauchen wir einfach mal andere Perspektive drauf.
00:42:08: Weil das hat mich schon festgestellt, wenn ich mich jetzt vergleiche als Führungskraft noch vor.
00:42:13: Ich glaube jetzt bin ich wirklich wahrscheinlich fast zehn Jahre oder so in Führungen.
00:42:18: Wenn ich jetzt zurückblicke, vor zehn Jahren hatte ich einen ganz anderen Bezugsrahmen von mir, der Welt und vorm Miteinander wie Zusammenarbeit funktioniert, wie Ziele einer Organisation aussehen – da könnte ich jetzt ganz viele Beispiele nennen!
00:42:35: und sich dann immer wieder abzugleichen, wie andere auf diese Situation oder diese Einschätzung gucken hat mir unfassbar viel geholfen.
00:42:43: Und auch bis heute – deswegen würde ich das auf jeden Fall empfehlen – und ich würde gerne Mut machen dafür dass ich glaube, dass auch jede Person egal wie alt und wie erfahren grundsätzlich auch in eine Führungsrolle rein wachsen kann und dass es auch in Ordnung ist, sich auf eine Stelle zu bewerben zum Beispiel wenn ihr jetzt irgendwo eine ausgeschriebene Stelle seht wo ihr vielleicht im ersten Schritt das Gefühl habt, naja von der Ausschreibung kann ich eigentlich nur fünf der acht Punkte erfüllen oder wer weiß.
00:43:13: Ich habe bisher noch nicht so viel Teamführungserfahrung, ich kann auch nicht sofort ein achtköpfiges Team leiten, da aber auch dort darauf zu vertrauen dass ihr über die Zeit dazu lernen werdet und dass es auch teilweise Menschen gibt, die schon sehr lange an irgendwelchen Positionen sind und die kochen alle mit Wasser.
00:43:29: Das heißt, die wird eigentlich dazu Mut machen sich zu trauen auch eine Führungsposition anzunehmen oder eine neue Position oder hohe Anforderungen und dann aber immer wieder im guten Kontakt mit sich selber zu sein.
00:43:41: Ist es noch das Richtige?
00:43:42: Passt es zu?
00:43:43: mir kann ich meine Stärken ausleben ist dass wo ich auch inhaltlich gerne hin möchte Um davon wegzukommen, dass man es dann für ein Bild von sich selber macht.
00:43:52: Wenn ich eine Führungskraft bin, habe ich einen hohen Selbstwert und das sind meine Eltern stolz auf mich.
00:43:57: Also um da wirklich für sich zu differenzieren was ist das Bild, was ich gerne von mir hätte?
00:44:02: Und was ist wirklich das, wo ich in meiner persönlichen Kraft bin?
00:44:05: Aber wenn ihr das Gefühl habt, das ist ne Stelle oder vielleicht auch sogar direkt in eurem Umfeld eine Karrieremöglichkeit, die euch irgendwie sehr interessiert und anspricht... würde ich euch einfach dazu ermutigen.
00:44:17: Traut euch einfach, bewerbt euch und dann werdet ihr sehen ob es gut klappt und gut passt oder ob ihr doch noch mal wechseln müsstet.
00:44:24: Also ich finde das klingt alles total sympathisch und ich möchte mich sofort bei wie wir konakthaft bewerten.
00:44:29: auch als Selbstständige habt ihr den Stellen frei?
00:44:32: Leider
00:44:32: haben wir keine Stellen frei!
00:44:34: Wir sind sehr gut aufgestellt aber wir haben ganz viele freie Plätze in unserer Community Und das ist vielleicht der Moment für alle, die auch Lust haben einer sinnstiften Community mit Teil davon zu sein.
00:44:46: Kann man bei uns Fördermitglied werden schon ab fünf Euro im Monat kann man dabei sein so genannte Aguanista und kann dann bei unseren Events mit teilnehmen trägt auch mit dem Beitrag Mittag zu beides Menschen in Zugang zu Wasser erhalten und bekommt einfach viel mehr Nähe zu unserem Netzwerk.
00:45:02: Und das kann ich eigentlich immer jedem empfehlen, der jetzt Interesse hat
00:45:05: packen wir auch noch mal nicht Schonuts
00:45:08: und dann kommen ja auch schon zur Abschlussfrage oder?
00:45:10: Das können wir machen.
00:45:11: Jetzt haben wir gehört, was für Themen wie wir Konakwa so oben schwimmen und stellen mal vor die werden jetzt alle gelöst?
00:45:19: Wie würde die Welt aussehen?
00:45:20: Das ist eine faszinierende Frage!
00:45:22: Ich glaube wenn das gelöstes wo wir uns auch im Kern für einsetzen... ...das ist die Verbindung aus Wasser und Gemeinschaft.
00:45:31: Und dann haben natürlich die Menschen weltweit in Zukunft sauber um Trinkwasser, dass es sowieso gesetzt.
00:45:37: Aber dann wäre es auch in der Welt so, dass wir insgesamt Wasser als dieses kostbare Element, wovon wir eigentlich nur sehr wenig haben.
00:45:43: Auch wenn's uns auf dem Plauenplaneten manchmal nicht so vorkommt... ...dass dieses kostenbare Süßwasser noch viel mehr Wertschätzung genießt und wir wirklich starke Gemeinschaften haben die sich auch dieser Vision verschrieben haben wasserregelmäßig zu schützen, zu wertschätzen vielleicht auch Rituale darum herumzumachen und einfach eine ganz achtsame Kultur aufzubauen, die aber unfassbar von Gemeinschaft lebt und wo es
00:46:11: sehr viel
00:46:11: Freude und tolle, tolle gemeinsame Momente gibt.
00:46:15: Viel gemeinsam gelacht wird!
00:46:17: Und ja diese Gemeinsicht so richtig aufblüht.
00:46:19: Das klingt schön
00:46:21: Sehr schön.
00:46:21: Danke dir Caro.
00:46:23: Ganz lieben Dank für deine Zeit.
00:46:25: Ich glaube wir hätten jetzt noch zwei drei Stündchen weiter reden können.
00:46:28: absolut Danke für die Insights, die du uns gegeben hast Für das Teilen wie ihr eure Arbeit macht, wie auch die Transaktionsanalyse dich in deinem Wert unterstützt hat.
00:46:39: Und sagen nochmal vielen Dank!
00:46:42: Danke schön.
00:46:43: Danke euch.
Neuer Kommentar